Ausbildung

Feuerwehrtaucher

Die Arbeit von Feuerwehrtauchern geht über das Bergen von Leichen und Sachgegenständen bis zum Abdichten von Gefahrgutbehältern oder Löchern in Tanks.

Voraussetzungen

Wer Feuerwehrtaucher werden will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und eine Tauchtauglichkeit nach G 31 vorweisen können. Außerdem ist eine abgeschlossene Feuerwehrgrundausbildung sowie das Rettungsschwimmerabzeichen der DLRG oder der Wasserwacht im DRK in Silber erforderlich. Feuerwehrtaucher müssen geistig stabil und körperlich sehr fit sein (in vielen Feuerwehren gibt es für die Feuerwehrtaucher daher ein wöchentliches Schwimm- und Tauchtraining).

Theoretische Ausbildung

Der Unterricht für Tauchanwärter der Stufe 1 umfasst mindestens 23 Unterrichtseinheiten (UE) , in denen die erforderlichen theoretischen Kenntnisse für Taucheinsätze bei den Feuerwehren zu vermitteln sind.

Folgende Unterrichtsthemen sind zu behandeln:

  • Gerätekunde (hauptsächlich Tauchgeräte gemäß DIN EN 250, Vollmaske, Tariermittel)

  • Rechtliche Grundlagen (insbesondere FwDV 8, UVV Feuerwehren)

  • Physik (insbesondere Auftrieb, Druck- und Gasgesetze, Eigenschaften des Wassers, Licht, Maßeinheiten im Tauchdienst, Schall, Temperatur, Zusammensetzung der Luft)

  • Physiologie (insbesondere Atmung, Herz-Kreislaufsystem, Nervensystem, Sinnesorgane)

  • Tauchmedizin (insbesondere Kompressionsphase, Dekompressionsphase)

  • Einsatzlehre (insbesondere Leinenzugzeichen, Suchverfahren, Unterwasser-Handzeichen)

  • Notfallmaßnahmen (insbesondere Maßnahmen nach einem Tauchunfall, Sauerstoff-Atmungsgerät, Retten aus dem Wasser).


Der Unterricht für Tauchanwärter der Stufe 2 umfasst mindestens 35 UE, in denen die erforderlichen theoretischen Kenntnisse für Taucheinsätze bei den Feuerwehren zu vermitteln sind. Sofern die Ausbildung aufbauend auf die Ausbildung der Stufe 1 (mit 23 UE) erfolgt, sind weitere 12 UE zu leisten.

Folgende Unterrichtsthemen sind zu behandeln:

  • Gerätekunde (insbesondere Tauchgeräte gemäß vfdb-Richtlinie 0803, Vollmaske, Tariermittel, Unterwassersprecheinrichtung)

  • Rechtliche Grundlagen (insbesondere Normen, FwDV 8, UVV Feuerwehren)

  • Physik (insbesondere Auftrieb, Druck- und Gasgesetze, Eigenschaften des Wassers, Licht, Maßeinheiten im Tauchdienst, Schall, Temperatur, Zusammensetzung der Luft)

  • Physiologie (insbesondere Atmung, Herz-Kreislaufsystem, Nervensystem, Sinnesorgane)

  • Tauchmedizin (insbesondere Kompressionsphase, Isopressionsphase, Dekompressionsphase, Einteilung des Tauchganges)

  • Einsatzlehre (insbesondere Leinenzugzeichen, Suchverfahren, Unterwasser-Handzeichen, Eistauchen, Einsätze an Wehranlagen, Kennzeichnung und Sicherung von Einsatzstellen)

  • Notfallmaßnahmen (insbesondere Maßnahmen nach einem Tauchunfall, Sauerstoff-Atmungsgerät, Retten aus dem Wasser, Stressbewältigung)

Eine Unterrichtseinheit entspricht 45 Minuten.

 

Praktische Ausbildung

Tauchanwärter haben für die Stufe 1 mindestens zehn Stunden praktische Ausbildung und 25 Tauchgänge abzuleisten. Ein Ausbildungstauchgang dauert mindestens 20 Minuten. Mindestens die ersten fünf Tauchgänge sind in sichtigem Wasser und bis zu fünf Meter Tiefe durchzuführen. Mindestens zehn Tauchgänge sind unter Einsatzbedingungen in Tauchtiefen von mehr als fünf Metern durchzuführen.

Die zehn Stunden praktische Ausbildung umfassen:

  • Anlegen der Tauchausrüstung (nicht nur schnelles, sondern vor allem sicheres Anlegen der Ausrüstung)

  • Unterstützung bei der Ausrüstung des Feuerwehrtauchers durch den Signalmann

  • Tätigkeit des Signalmannes

Folgende Ausbildung ist in den 25 Tauchgängen insbesondere durchzuführen:

  • Gewöhnung an den Aufenthalt unter Wasser (Die ersten Gewöhnungsübungen sollen sich auf Tiefen von zwei bis zu drei Metern beschränken. Erst wenn der Tauchanwärter sich in dieser Tiefe sicher fühlt, darf mit Gewöhnungsübungen bis zu der zulässigen Tauchtiefe begonnen werden.)

  • Ab- und Aufstiegsübungen (Besonderer Wert ist beim Abstieg auf ordnungsgemäßes Abtauchen von Land sowie von einer Leiter aus zu legen. In das Wasser zu springen ist verboten!)

  • Verständigungsübungen zwischen Feuerwehrtaucher und Signalmann

  • Wechseln der Tauchgeräte unter Wasser (Besonderer Wert ist auf das Ablegen des Gewichtssystems und das Kappen von verklemmten Signalleinen zu legen.)

  • Notaustauchübungen (Der Tauchanwärter ist von einem Feuerwehrlehrtaucher zu begleiten.)

  • Retten von Personen

  • Suchaufgaben (Suche von Personen und Sachgegenständen)


Tauchanwärter haben für die Stufe 2 mindestens 20 Stunden praktische Ausbildung und 50 Tauchgänge abzuleisten. Ein Ausbildungstauchgang dauert mindestens 20 Minuten. Sofern vorab keine Ausbildung zum Taucher der Stufe 1 erfolgte, sind mindestens die ersten zehn Tauchgänge in sichtigem Wasser und bis zu fünf Meter Tiefe durchzuführen. Mindestens 20 Tauchgänge sind unter Einsatzbedingungen in Tauchtiefen von mehr als zehn Meter durchzuführen.

Die 20 Stunden praktische Ausbildung umfassen:

  • Anlegen der Taucherausrüstung (nicht nur schnelles, sondern vor allem sicheres Anlegen der Ausrüstung)

  • Unterstützung bei der Ausrüstung des Feuerwehrtauchers durch den Signalmann

  • Tätigkeit des Signalmanns

  • Aufbau von Sprecheinrichtungen

  • Aufbau von Schifffahrtszeichen

  • Einrichtung von Taucheinsatzstellen.


Folgende schwierige Unterwassertätigkeiten unter Verwendung von technischem Gerät sind in den 50 Tauchgängen zusätzlich zur Ausbildung der Stufe 1 insbesondere durchzuführen:

  • Retten von eingeklemmten Personen

  • Unterwasserarbeiten mit technischem Gerät

  • Objektbeschreibungen

  • Objektmarkierung

 

Einsätze / Einsatzgebiete

Das Einsatzspektrum der Feuerwehr Alfhausen hat sich mit der Tauchergruppe drastisch erhöht. Zum Erstausrück-Bereich gehören die Samtgemeinden Bersenbrück, Neuenkirchen/Bramsche, Fürstenau, sowie Artland. Des weiteren sind rücken wir zu Unterstützung anderer Tauchgruppen mit in die Städte Bramsche, Belm und Wallenhorst sowie Samtgemeinden Ostercappeln, Bad Essen aus. Aber auch überörtliche Hilfen in angrenzende Landkreise sind problemlos möglich.

Die meisten Einsätze entfallen auf das bergen von Gegenständen (Auto, Fahrräder), Unterwasserarbeiten, z.B. an Schiffen oder aber auch an den Stauwehren und dem Verteiler des Alfsee. Das Retten von Mensch und Tier aus Notlagen kommt Gott sei Dank sehr selten im Landkreis vor. Leider müssen aber auch immer wieder Leichen geborgen werden, was für die Kameraden nicht immer leicht zu verarbeiten ist. Besonders nicht, wenn Kinder beteiligt sind.

 

Strukturen innerhalb der Tauchgruppe

Zusätzlich zu den Tauchern gehören derzeit ein Leiter des Tauchwesens und dessen Stellvertreter, unser Gerätewart, welcher an der Feuerwehr-Technischen Zentrale in Bersenbrück Atemschutzgerätewart ist. Des weiteren 4  Bootsführer und weitere Kameraden aus der Feuerwehr Alfhausen.

Name

Funktion

Bernd - Uwe Stuckenberg

Leiter Tauchgruppe / FW-Lehrtaucher der Stufe 2

Frank Oevermann

stellv. Leiter  / Feuerwehrtaucher Stufe 2

Franz-Josef Siemer

Atemschutzgerätewart / Tauchgerätewart

Thomas Hüls

Feuerwehrtaucher Stufe 2

Stefan Bussmann

Feuerwehr-Lehrtaucher Stufe 2

Markus Stuckenberg

Feuerwehrtaucher Stufe 2

Frank Markus

Feuerwehrtaucher Stufe 2

M. Große-Rechtien

Feuerwehrtaucher Stufe 2

Hans Bernd Behrens

Feuerwehrtaucher Stufe 1

Maik Droppelmann

Feuerwehrtaucher Stufe 1

Ansgar Kemper

Feuerwehrtaucher Stufe 1

Marco Anders

Signalmann

Valentin Pruhs

Signalmann

Ralf Wessler

Signalmann

Ingo Goda

Signalmann

Markus Heye

Bootsführer

Georg Ratermann

Bootsführer

Phillipp Pellenwessel

Bootsführer

Christian Bohmann

Bootsführer

 

Ausrüstung

4 Geräte a´ 2X 300 bar Flaschen-Tauchgeräte von Interspiro

6 Vollgesichtsmasken, 2 davon mit Sprechgarnitur

5 Kabeltrommeln mit jeweils 50 Meter Signalleine

1 Tauchertelefon mit 2 X 50 Meter Kabel

8 Nasstauchanzüge

10 Tauchermesser

4 Unterwasserhandlampen

1 Mehrzweckboot

1 Echolot/Sonar

6 Tarrierwesten

2 Tiefenmesser

6 ABC-Ausrüstungen ( Taucherbrille, Schnorchel, Flossen)

Fahrzeuge im Taucheinsatzfall

MTF                                                                        LF 10 /6 mit Boot